2020 naht – Ein Rückblick

Es ist der 30. Dezember 2019, 22:23 Uhr, ich denke gerade über das ganze Jahr nach, dass was 99 % um diese Zeit so machen, oder, oder? Ich bekomme den Satz „Sch*** Jahr“ nicht über die Lippen, obwohl es alles andere als positiv war.

Obwohl ☝? so einige Dinge gibt es doch, welche sich erst jetzt beim Nachdenken, als Positiv herauszustellen, ich habe dieses Jahr wirklich meine Körperlichen und physischen Grenzen erreicht. All das wirkt sich jetzt zum Ende des Jahres aus, ich bin einfach Mega müde, vieles habe ich noch gar nicht verarbeitet, damit ist gemeint, zu dem Zeitpunkt als diese Dinge passierten, es gar keinen Platz dafür gab, ich musste weiter funktionieren, wie alle in der Familie.

Ab Februar fuhr ich jeden zweiten Tag nach Potsdam und Berlin, meine Mutter wurde mit dem Rettungshubschrauber dorthin verlegt.

Im März wurde sie nach Rostock mit dem Rettungshubschrauber gebracht. 1 Mal die Woche fuhr ich hoch (400 km eine strecke).

April, wohnte ich in Rostock ca. 10 Tage auf einem Campingplatz – 4. und 5. April, Mutter bekam eine neue Leber, welche meine Schwester spendete…alles ging gut, beide wohl auf.

Mai: Ich habe drei Haushalte, meine „alte“ Wohnung, das Haus meiner Eltern und das Seegrundstück. Wenn ich jetzt zurückblicke, saß ich nur im Auto ?. Ich beschloss am See mit Mini zu wohnen, bis Juni.

Im Juni kam Mutter in die Reha und meine Schwester zur Kur. Familienbeschluss, ich ziehe ins Elternhaus.

Juli, ein mega stressiger Umzug, 24 Stunden vor Tag X hatten meine Schwester (die aufgrund der OP nichts Schweres tragen durfte) und ich niemanden zum Helfen. Ein Hilferuf im WhatsApp zeigte, verdammt, was habe ich für tolle Freunde und Freundes – Freunde ❤

August Mutter kommt Heim, es spielt sich nicht alles sofort ein, die Pflege, das Haus, das Grundstück, zeitweilig dachte ich, ich versinke. Eine Ahnung macht sich breit…

September Mutter ist wieder im Krankenhaus, in Potsdam. Bestätigung, der mein Mann hat eine Andere, na ja habe es gewusst – irgendwie gut weggesteckt, eine sorge weniger (ja echt)!

Oktober was war alles im Oktober?

November, alles bricht langsam über mich zusammen – ich merke, so geht es nun nicht mehr weiter, ich möchte es nur alles nicht wahrhaben … Erste Wut steigt hoch, wegen dem Mann.

Dezember, bald geschafft, nun flammt neuer Lebensmut aus, zuhause hat sich alles eingespielt, ich sortiere neu – ohne Mann, ja ich war wütend!

Das war mein Jahr um Schnelldurchlauf, es gibt an den Ecken und Kanten eigtl noch so viel zu erzählen, aber nein! Das wäre ein eigenes Blog wert ?.

Und nun, was würdest du sagen? In mir ist jedoch eine Dankbarkeit??‍♀️, ich bin dankbar! Mama lebt, meine Schwester geht jetzt sogar wieder arbeiten, ich habe viele tolle neue Leute kennengelernt. ja ich bin dankbar, ich weiß jetzt was ich aushalten, schaffen und überstehen kann, ich bin gar nicht schwach, ich bin sehr stark und ich glaube ich bin ein wenig reifer geworden, habe Verantwortung unter extremen Bedingungen übernommen.

Und zum Schluss habe ich auch gelernt, dass auch ich wichtig bin, diese Erkenntnis kam jetzt erst im Dezember, ich arbeite daran, hey 2020 – steht unter dem Motto: Achtsamkeit!

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins 2020 ?? Hast Du Vorsätze? Schreib es mir doch in den Kommentaren.